Joana

In Joana erzähle ich die Geschichte eines jungen Unternehmerpaares aus der DDR in der Wendezeit.

In den 80iger Jahren der DDR wurden im Rahmen einer neuen ökonomischen Politik, Kleinst- und Kleinunternehmer gefördert. Mit Gründungsdarlehen und Vielem mehr.

Die Volkskammer, die ihr Ohr stets direkt im Volk hatte, beschloss dieses Förderprogramm. Wohl auch in der Kenntnis privater Initiativen in der Bevölkerung. Angefangen bei Volkskunst, über Ersatzteile bis hin zu Ernährung und Kultur, sollte die Familienwirtschaft belebt werden.

Natürlich wurden gerade die Nachkommen von Familienbetrieben animiert, aktiv zu werden. Wohl in der Kenntnis, die Familien haben ausreichend Beziehungen in ihrem sozialen Umfeld. Zugleich waren die Jungunternehmer Meister der Improvisation. Wie ihre Eltern. Und gerade das, war die Grundlage der Initiative der Volkskammer. Erschließung von Reserven.

Ihre Firma wurde bereits in der DDR gegründet. Eine Gaststätte. Schon bei der Eröffnung bildete sich ein sehr großer Kundenstamm. Und dieser Kundenstamm war natürlich auch bei der weiteren Entwicklung der Firma hilfreich.

Mit einem Tag, geht die Grenze zum Westen auf. Das junge Unternehmerpaar verband damit alle Hoffnungen. Wohl angesteckt von den Eltern und anderen, befreundeten Kleinunternehmern.

Viele Kollegen, auch Genossen, übernahmen die Betriebe, die vorher Handelsorganisationen und volkseigenen Betrieben gehörten. Ihre Ausbildung war die Grundlage der erfolgreichen Fortführung der Betriebe. Hinter jedem Betrieb stand ein Konsortium aus dem Westen, das sofort eine Partnerschaft anbot. Nicht uneigennützig. Viele DDR – Unternehmer glaubten den Angeboten. Fast naiv. Nicht Wenige bezahlten das mit Suizid, Pleiten und Unfällen. Deren Familien stürzten ins Elend. Die weiblichen Angehörigen versuchten ihr Glück mit neuen Partnerschaften. Nicht selten über den erotischen Weg als Nutte.

Auf der Treuhand wurde schnell deutlich, die Unternehmer der DDR waren zweitklassig. Vorrang hatten Unternehmer der Besatzer und alte enteignete Kriegsverbrecherfamilien. Die bekamen die jeweiligen guten Firmen geschenkt. DDR – Unternehmer mussten sie teuer kaufen. Zu Wucherzinsen jenseits der zehn Prozent – jährlich. Schutzgeld.

Das junge Unternehmerpaar wurde schnell Opfer diverser Verschwörungen. Gepaart mit Enteignungen. Und damit begann auch die Suche nach einem neuen Betätigungsfeld.

Die Neugierde als auch alte Beziehungen, sind bei der Suche sehr hilfreich. Die Erotik spielt eine bindende Rolle in dieser Erzählung. Die habe ich erfunden. In der Kenntnis der bindenden Wirkung der Erotik. Dazu habe ich einen Freund als Händler mit Erotikartikeln platziert. Wohl in der Kenntnis, wie sehr diese Artikel von DDR – Bürgern geliebt und gekauft wurden. Die Neugierde der Wendezeit. Gerade junge DDR – Unternehmer haben in dieser Branche – Erfolge zu verzeichnen. Sie wurden damit das Ziel der Propagandamedien des Westens. Nicht selten von Neid erzeugenden Verleumdungen.

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