Seitenwechsel

Achim, der Mann vom Margit, hat auf Montage Arbeiter vom Westen getroffen. Er hat mit ihnen zusammen gearbeitet. Unter ihnen war ein Anwerber. Angeblich Polier. Jochen. Er hat Achim das Blaue vom Himmel gelogen. Daraufhin hat Achim mit Margit gesprochen und den Entschluss gefasst, in den Westen zu gehen. Jetzt ist es soweit. Kommende Woche fahren sie. Rolf soll sie bis an die Grenze fahren. Dort warten die Leute, die Margit und Achim abholen. Gerda wurde neugierig, wie das abläuft. Sie hat Rolf angesteckt. Rolf wollte trotzdem noch ein paar Worte mit Margit reden. Vielleicht kann er sie noch umstimmen.

Auf der Fahrt wird schnell klar, Fehlanzeige. Margit ist voll überzeugt, ihr wird es zukünftig besser gehen. Der Einzige, der ihr wirklich fehlt, ist Florian. Achim scheint das irgendwie zu spüren. Er sagt nichts dazu.

An der Grenze gibt es Tränen. Margit erzählt von dem Bauchgefühl, das sie befällt. Ihr ist fast schlecht. Brechreiz stellt sich ein. Der Grenzschutz der DDR beruhigt sie.

„Wir bringen sie bis zu unseren Kollegen auf der anderen Seite.“

Bei Denen wartet schon ein Auto. Jochen steht vor dem Transporter. Bei ihm stehen zwei Männer und eine Frau. Scheinbar in Uniform.

Die Übergabe der lebenden Fracht erfolgt höflich. Man kennt sich. Bisweilen fallen Vornamen. Mit dem Rückzug der DDR Grenzer kommen die Empfänger der Fracht.

Jochen stellt sich vor. Die drei Begleiter auch. Sie arbeiten beim Grenzschutz – West.

Untersuchungen sind fällig. Margit ist das etwas suspekt. Fast schon zu wider. Die Kollegin fummelt an ihr rum. Fast schon genussvoll. Sie grinst dabei. Margit muss sich zusammen reißen.

Bei Achim scheint keine solche Gründlichkeit gefragt zu sein. Seltsam. Sein Arsch scheint nicht so interessant zu sein wie der von Margit.

Die Neugier wächst deswegen. Was erwartet uns hier.

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