Agate übernimmt die Führung des Altenheimes. Sie spürt sofort die sich andeutende Unzufriedenheit der Bewohner. Die ist individuell unterschiedlich.
Auf der einen Seite geben sich die Bewohner sehr zufrieden. Sie werden häufig von ihren Kindern und Enkeln besucht. Die große Mehrheit aber fühlt sich abgeschoben. Auf das Abstellgleis. Deren Kinder und Enkel haben keine Zeit, sich um ihre Eltern und Großeltern zu kümmern. Zumal sie dachten, mit den sehr hohen Pflegekosten sei die Betreuung in besten Händen.
Bei Agate verbessert sich das Essen erheblich. Die Zufriedenheit wächst. Agate möchte wieder im Heim kochen. Hamid ist einverstanden. Er fordert eine Küchenhilfe. Einige Pflegehelfer überbrücken die Zeit bis sich eine Küchenhilfe einfindet. Hamid ist das Recht, zumal er eine Frau sucht. Er verbindet das mit der Hoffnung, unter den Pflegehelfern eine Frau zu finden. Seine Vorstellungen in der Hinsicht sind von seiner Erziehung geprägt. Nach pakistanischen Ansichten sind Frauen mit einem etwas größerem Gesäß jene, die viel Glück in die Familie bringen. Das Angebot reicht ihm völlig. Tatsächlich scheint sich Etwas anzubahnen. Zumal Hamid damit die Hoffnung verbindet, sich hier dauerhaft niederlassen zu können. Besonders zugetan ist ihm Rosi. Rosi ist eine Tochter eines Knechtes. Sie ist Mama und lebt mit einem schwer behinderten Mann zusammen. Der Mann ist mit dem Traktor bei Holzarbeiten im Tal schwer verunglückt. Seit dem geht Rosi der Handarbeit nach. Für ihre Bedürfnisse reicht das aber kaum noch.
Das Kind ist ein Geschenk eines deutschen Urlaubers. Der hielt sich auf dem Bauernhof auf, auf dem Rosi nebenbei putzt. Rosi putzt dort die Gästezimmer in der Hoffnung, so einen Mann zu finden, der ihr die mangelnde körperliche Fitness bringt. Wegen des fremden Kindes, haben die einheimischen Bewerber etwas weniger Interesse an ihr. Hamid zeigt Interesse an Rosis körperlicher und geistiger Fitness. Auf Rosi lastet jetzt die doppelte Arbeit bei halbem Spaß dabei. Sie ist wegen ihrer Lage auf gute Beziehungen angewiesen. Die bezahlt sie in Naturalien. Hamid wäre ihr dafür gerade recht.
Hamid benötigt aber eine Ehefrau, um länger hier ansässig zu sein. Er muss alle paar Monate nach Hause fliegen, um das Visa zu erneuern. Für die Arbeitserlaubnis. Das kostet ihm zu viel Geld. Zumal die Miete für sein Zimmer einen erheblichen Teils eines Einkommens frisst. Dank der Arbeit als Koch, hat er wenigstens keine Sorgen mit der Ernährung. Wenn Etwas übrig bleibt, darf er sich das einpacken und mit nach Hause nehmen. Genau beim Einpacken der Reste, hat er Rosi näher kennen gelernt.
Agate ist das Recht, wenn Rosi in der Küche hilft. Hamid hat jetzt die Möglichkeit beim Kochen, für sich und Rosi zu sorgen. Wegen der hohen Aufwendungen für ihren schwer behinderten Mann, nimmt Rosi gern die zusätzliche Stelle als Küchenhilfe an.
Ihr Mann – Hans bekommt zwar eine Behindertenrente. Die reicht aber nicht um die wahren Kosten zu decken. Zumal Rosi für Hans ein Auto benötigt. Hans kann nicht fahren wegen der Behinderung.

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