„Spazieren hilft da wenig“, erklärt ihr Mama Doria. „Außerdem müssen wir uns hier auch etwas bewegen und nützlich machen.“
„Was schlägst du vor?“
„Klaus kann uns das Fleisch ersetzen. Im Gasthof.“
„Der Plan klingt gut. Ich rede mit Paul.“
Klaus ist einverstanden. Er kalkuliert den Mehraufwand. Paul soll die Unterstützung dafür etwas umleiten.
„Für Gemüse und Beilagen gibt das Heim mehr Geld aus als für Fleisch“, stellt Klaus lachend fest. „Das ist eine verkehrte Welt. Die Beilagen werden hier teurer verkauft als das Fleisch. Selbst das ist schon erheblich teurer geworden.“
„Wie lange reicht mein Geld dafür?“, will Paul wissen.
„Naja. Die Zinsen reichen dafür.“
„Was? Wir greifen nicht das Kapital an?“
„Und das bei drei Prozent Zinsen minus Steuer.“
Paul spürt jetzt erst recht, wie viel Geld er geerbt hat von Hannes. Er fragt sich jetzt, ob das Erbe wirklich ein Glück ist oder nicht.
„Du kannst mir aber bei den nötigen Investitionen helfen. Ich brauche etwas Technik.“
„Wir reden mal mit Andreas. Der hilft dir dabei.“
„Von Andreas habe ich lange Nichts gehört. Wie geht es ihm?“
„Er wird dir bei der Kücheneinrichtung helfen. Die Profis sind alle zu teuer für uns. Die stellen die Technik auch nicht selbst her. Sie geben nur ihren Aufschlag dazu.“
„Das ist ein guter Einfall.“
Viele Familien sehen ihre Angehörigen im Heim. Sie wollen ihre Eltern und Großeltern natürlich bestens versorgt wissen. Ihre Fleischspenden in Form von Tieren verarbeitet Luis der Metzger des Ortes. Luis ist dankbar für den Auftrag von Klaus und Paul. Zumal er wirklich einheimisches Fleisch verarbeiten kann.
Kaum bemerkt Agate das Tun ihrer Bewohner, gibt sie Meldungen darüber in ihrer Gemeinde ab. Gleichzeitig will sie Paul als Aufrührer los werden. Das beantragt sie auf der Gemeinde. Dort weiß man bereits, wie es um Pauls Finanzen bestellt ist.
Der Umzug von Paul
Paul muss das Heim verlassen. Er gibt nicht im Heim seinen Abschied, sondern bei Klaus. Auch Monika und Toni sind eingeladen. Monika beteiligt sich an den Fleischspenden der Talbewohner. Zumal sie eh schon beste Beziehungen zu Luis pflegt. Sie vergrößert ihr Gatter für Wild und auch den Schweinestall.
Paul überlegt mit Andreas, wie sie ihr Gut und die Schmiede einsetzen können. Er bringt das vorerst nicht zur Rede. Zuerst richtet Andreas das Gut für Paul zurecht. Altersgerecht. Die Nachbarin – Eleonore, will sich um Paul kümmern. Die hat vom Rausschmiss aus dem Heim erfahren. Die Heimentlassung mobilisiert von ihr das Mitgefühl. Das war vorher nicht besonders ausgeprägt. Eleonore liefert Milch und produziert einen Hofkäse. Die Techniker der Molkerei übernehmen die Arbeiten, die eigentlich Paul und Andreas sonst im Ort verrichten.
korr0710250236

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