Friedhelm Fortsetzung

Mölten
Ein QR-Code auf weißem Hintergrund.

Die ersten Ernten müssen jetzt an den Mann gebracht werden. Marion erweist sich in der Beziehung als besonders einfallsreich. Das Gemüse soll zu den Menschen, die es besonders benötigen. Zu den Bergleuten.

Gegenüber der Gruben stehen einige ungenutzte Gebäude. Früher waren das meist Wirtshäuser. In denen wurde den Bergleuten das schwer verdiente Geld wieder abgenommen. Damit es auch wirklich bei dem landet, der daraus echten Gewinn erzielt. Dem Grubenbesitzer.

Marion errichtet zur Probe darin ein Geschäft, in dem die Bergleute das Gemüse erwerben können. Das war seit Jeher ein Anliegen Marions und ihrer Eltern. Das wurde bei Zeiten gewaltig unterdrückt. Meist wurden die Ernten konfisziert. Angeblich zur Frontversorgung.

Kaum ist das Geschäft eingerichtet, melden sich die Frauen der Bergmänner. Sie wollen helfen. Nicht ganz uneigennützig. Die Frauen möchten sicher sein, das Gemüse in den Händen der Bergleute zu wissen. Letztendlich in ihren Töpfen.

Der Plan Friedhelms scheint aufzugehen. Dank Marion. In ihr hat er eine Partnerin gefunden.

Das Ganze bleibt bei der Parteiführung des Ortes nicht unbemerkt. Der Vorsitzende ist Georg. Seine Frau, Brigitte. Die Genossen stellen einen hohen Anteil bei den Bergmännern. Wolfgang ist deren Parteigruppenleiter. Er ist ledig. Keine Frau seines Umfeldes wollte mit einem Kommunisten verheiratet sein. Dem drohte schließlich täglich die Verhaftung durch die Gestapo. Damit auch letztendlich eine Behandlung im KZ. Wolfgang führte den Untergrund. Ziemlich erfolgreich. Er wurde nie verraten. Dafür zeichneten sich seine Genossen verantwortlich. Sie haben einfach jeden Verräter enttarnt. Im Umfeld von Bergleuten war das nicht besonders schwer. Den Großteil ihrer Freizeit verbringen Bergleute samt ihren Familien untereinander. Die Kontaktaufnahme mit Fremden wäre ihnen sofort aufgefallen.

Die Gestapo probierte mit Einzelverhören in die Gruppe einzudringen.

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