Fortsetzung Attentat

Damaged motorcycle off road with police officer and woman discussing beside police vehicle with flashing lights

Genau genommen, sind die Bedingungen für Arbeiter in diesen Regionen unsozial und nicht annehmbar. Sie zahlen nicht nur die Arbeitswege mit Ihrem Leben samt Gesundheit. Sie bauen mit dem Einsatz Ihrer Gesundheit und Ihres Lebens, anderen die Schlösser. Die letzten Sklaven, die das taten, nannten sich Gladiatoren.

Der Kochberuf ist heute noch eine Tätigkeit in schlechter Luft, bei hohen Temperaturen und völlig frei von Sonnen- und Tageslicht. Dazu ist es einer der gefährlichsten Berufe der Arbeitswelt mit den höchsten Stand an Arbeitsunfällen. Das inkludiert die Arbeitswege im geteilten Dienst. In den Touristenhochburgen ist man als Arbeitgeber offensichtlich nicht in der Lage, einen funktionierenden Schichtbetrieb zu organisieren. Die eigene Ausbeutung teilt man dann als Unternehmer gern mit der eigenen Familie und den Angestellten nebst deren Familien.

Zum Ausgleich sucht sich der Koch dann Möglichkeiten, Luft und Sonne zu erhaschen. Der Wunsch ist an sich berechtigt. Jeder Häftling bekommt mit der Hofrunde die Möglichkeit, mindestens eine Stunde täglich die Sonne zu sehen. Ihm würden sonst schon binnen zwei Jahren sämtliche Zähne ausfallen. Nicht nur das. Auch die Haare. Für Saisonköche besteht also nur eine Möglichkeit, Luft und Sonne zu bekommen. Auf dem Arbeitsweg oder in der Zimmerstunde. Falls er in den Genuss dieser Stunde kommt. Mit ein wenig Rechenkenntnissen merkt der Leser sehr schnell den Zeitmangel für ausreichend Schlaf und notwendiger persönlicher Hygiene. Die Resultate sind selbsterklärend. Natürlich gibt es noch diverse Behördengänge und Arztbesuche. Nur, um den Einkauf des täglichen Bedarfs nicht zu vergessen. Wegen des Zeitmangels ist der Koch eben gezwungen, auch diese Wege ausnahmslos mit dem Zweirad zu erledigen. Mit einem Auto wäre das nie schaffbar. Es sei denn, man könnte zaubern. Das hat aber nichts mit der sprichwörtlichen Zauberei am Kochtopf zu tun. Das ist eher dem Zeitdruck und fachlichem Können zu verdanken.

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